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LEIF ... beim Bildungs-Blog von LEIF - Lernen erleben in Freiburg!

Hier finden Sie regelmäßig aktuelle Informationen rund um Bildung.

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Viel Spaß wünscht,
Ihr LEIF-Team

Von admin, 05. Mai 2012 ~ 0 Kommentare

Eltern und Migrantenselbstorganisationen als Partner wahrnehmen

Unter großem Andrang fand am 29. Februar 2012 das 4. Netzwerktreffen Bildung und Migration in der Aula der Weiherhofschule statt. Frau Prof. Dr. Boos-Nünning von der Universität Duisburg-Essen referierte zum Thema „Professionelles Selbstverständnis auf dem Prüfstand – Chancen und Grenzen der Bildungs- und Ausbildungspartnerschaft“.

Ihre Kernaussagen waren:

  • Kinder mit Migrationshintergrund haben nach wie vor schlechtere Bildungschancen
  • Gelungene Biographien zeigen, dass diese Jugendlichen in den verschiedenen Kulturen „spazieren gehen“. Das sei eine Stärke, von der Deutschland profitieren könne.
  • Junge, gut ausgebildete Jugendliche wandern oft ins Ausland ab.
  • Eltern mit Migrationshintergrund  haben hohe Bildungsambitionen für ihre Kinder, unabhängig von der Herkunft und unabhängig davon, ob es sich um Mädchen oder Jungen handle.
  • Jedes Projekt, das zur Verbesserung der Bildungschancen von Menschen mit Migrationshintergrund beitrage, sei gut. Es müsse nur in eine Struktur eingebunden sein, damit die Erfolge nachhaltig und verlässlich seien.
  • Um bessere Bildungs- und Ausbildungserfolge zu erzielen, sollten MigrantInnenselbstorganisationen (MSO) als Partner einbezogen werden. Sie leisteten einen großen Beitrag in der Bildungs-  und Jugendarbeit.

Nach dem Referat hatten Freiburger Akteure Raum, ihre Strategien vorzustellen. Zuerst kamen Praktiker zu Wort, um darzulegen, wie sie die Bildungs- und Ausbildungspartnerschaften erleben. Andres Rathke, Schulleiter der Int. Hauptschule im Römerhof, stellte fest, dass intensive Einzelfallberatung zu guten Übergängen in Berufe führe, obwohl viele Kinder von den Eltern losgelöst lebten. Axel Gräfingholt, Mentor für Berufseinsteiger aus Freiburg, konnte bestätigen, dass für Unternehmen die Herkunft keine Rolle spiele. Die Unternehmen würden sich fragen, wie sie die Defizite der vorherigen Bildungseinrichtungen beheben könnten.Ein Teilnehmer stellte fest: „Noch immer müssen Kinder mit Migrationshintergrund sehr viel mehr Bewerbungen schreiben. Zu viele Ausbildungsplätze haben Anforderungen, die viele Schulabgänger nicht erfüllen können.“In einer zweiten Runde stellten Herr Dilger (HWK), Herr Möller (IHK), Herr Vossler (Staatl. Schulamt) und Herr Gourdial (BA) dar, welche Pläne in ihren Häusern angegangen werden. Alle waren sich einig: „Freiburg ist auf dem richtigen Weg. Kooperationen eingehen ist eine win-win Situation. Jeder Jugendliche sollte die Chance auf einen Ausbildungsplatz haben. Da sind Bildungspartnerschaften gute Beispiele.”

Von admin, 20. April 2012 ~ 0 Kommentare

Green Tech Berufe in der Jugendarbeit und im Handwerk

“Green Tech Berufe in der Jugendarbeit und im Handwerk“ ist ein innovatives Projekt im Bereich „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, das von LEIF zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) entwickelt wurde. Als Themenpatin für Lernen vor Ort in Freiburg unterstützt die DBU das Projekt, das im April 2012 startete, inhaltlich wie auch finanziell. Ziel des Projekts ist es, Jugendliche, deren Eltern sowie MultiplikatorInnen für Green Tech Berufe und Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren. Dies soll über konkrete, praktische Angebote geschehen, die einen Übergang zu übergreifenden Themen wie Umweltbewusstsein, nachhaltige Entwicklung und den bestehenden Möglichkeiten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Green Tech Bereich ermöglichen.

Das Projekt basiert auf der Kooperation zwischen VertreterInnen der offenen Kinder- und Jugendarbeit aus drei ausgewählten Freiburger Stadtteilen (Jugendhilfswerk Freiburg e.V., Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V., Diakonie Südwest e.V.), der Handwerkskammer Freiburg (mit Gewerbe Akademie) als Bindeglied zur Wirtschaft und der Ökostation Freiburg als Bindeglied zu außerschulischen Bildungseinrichtungen der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Es sollen Lernwerkstätten und Qualifizierungsmaßnahmen entwickelt werden, die den Jugendlichen und ihren BetreuerInnen in den Jugendzentren einen Zugang zu Green Tech Berufen ermöglichen. Zahlreiche Partner wie die Agentur für Arbeit, verschiedene städtische Ämter, die  Bertelsmann Stiftung, die Wilhelm Oberle Stiftung sowie zahlreiche stadtteilspezifische Partner aus Unternehmen und Betrieben, der außerschulischen Jugendarbeit, Schulen und Vereine werden das Projekt in neuen Kooperationsformen unterstützten.

Hier ein Artikel aus der Badischen Zeitung vom 03. März 2012.

 

Von aBechstein, 02. März 2012 ~ 0 Kommentare

Interview mit Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon

Am 3. Februar gab uns Oberbürgermeister Dieter Salomon ein Interview zum Umgang mit Diversität in der Stadtverwaltung und zur Bedeutung des Themas Bildung und Integration für die Stadt Freiburg. Das Thema war Schwerpunkt bei der letzten Freiburger Bildungskonferenz im November 2011 (Beitrag folgend).


(Interview Dieter Salomon, 6:40 Min.)

Von aBechstein, 28. Februar 2012 ~ 0 Kommentare

Freiburger Bildungskonferenz, 30.11.2011

Bei der letzten Freiburger Bildungskonferenz im November 2011 stand die Thematik Integration und Bildung im Mittelpunkt. Nach den Grußworten von Integrationsministerin Bilkay Öney und der Eröffnung der Konferenz durch Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomonstellten Veronika Schönstein, Leiterin der Initiative LEIF, Niko Georgi vom Bildungsbüro Freiburg und Hans Steiner vom Büro für Migration und Integration je drei kommunale Maßnahmen vor, die zur Verbesserung der Bildungssituation von Menschen mit Migrationshintergrund in Freiburg beitragen.

(v.l.n.r.) Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, Integrationsministerin Bilkay Öney, Gabi Rolland (MdL), Bürgermeister Ulrich von Kirchbach

Einem Vortrag von Prof. Alfred Holzbrecher von der Pädagogischen Hochschule Freiburg zum Thema Bildung und Diversität folgend, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedenster Bildungsträger und Einrichtungen zu Diversität als Thema entlang der Lebenslinien.

Wir interviewten unter anderem Cathrin von Essen vom Vorstand der Wilhelm Oberle – Stiftung und Michael Dilger, Leiter Bildungsmanagement/ Leiter der Gewerbe Akademie Standort Freiburg dazu, was Diversität für ihre Einrichtung bedeutet. Die Interviews können Sie hier ansehen (weitere Videoclips folgen):


(Interview Cathrin von Essen, 3:17 Min.)


(Interview Michael Dilger, 5:25 Min.)

Von admin, 27. September 2011 ~ 0 Kommentare

Freiburg ist Stadt der Weltdekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung”

Nachhaltige Entwicklung – das Thema ist längst angekommen in Freiburg. Seit 2007 trifft sich regelmäßig ein Nachhaltigkeitsrat unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dieter Salomon. Die vom Rat erarbeiteten Ziele für eine nachhaltig ökologische und soziale Entwicklung Freiburgs wurden 2009 vom Gemeinderat als Leitbild für die Stadt beschlossen. Viele Initiativen, Nichtregierungsorganisationen, ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger und Vereine engagieren sich vor Ort seit vielen Jahren für ökologische und soziale Ziele und für eine lebenswerte Welt für zukünftige Generationen.

Das Freiburg nun – am 16. September im Stadttheater – als Stadt der UN-Weltdekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” (BNE) ausgezeichnet wurde, überrascht deshalb zunächst wenig. Die Tatsache allerdings, dass der Titel erklärungsbedürftig ist, räumt der Auszeichnung einen besonderen Stellenwert ein. Sie lenkt die Aufmerksamkeit in Richtung Bildung. Keine nachhaltige Entwicklung ohne Bildungsinhalte, die schon die Jüngsten für verantwortungsvolles Handeln zugunsten einer lebenswerten Zukunft für alle sensibilisieren. Projekte die dies auf verschiedenen Ebenen fördern, stehen mit der Weltdekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” deshalb ganz oben auf der Agenda der UNESCO.
Eingereicht wurde die Bewerbung zur UN-Dekade von der Initiative LEIF – Lernen Erleben In Freiburg. Die Initiative LEIF der Stadt Freiburg hat ein kohärentes Bildungsmanagement vor Ort zum Ziel und tritt gemeinsam mit den Partnern vor Ort für mehr Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen für alle Bürgerinnen und Bürger ein. In den vergangenen zwei Jahren wurde innerhalb dieser Bemühungen das “Freiburger Kleeblatt Nachhaltigkeit Lernen” mit den vier Dimensionen Kultur, Ökologie, Soziales und Ökonomie entwickelt. Aktivitäten die in diesen Bereichen in Freiburg stattfinden sollen hier gebündelt und vernetzt werden.

Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade zur “Bildung für nachhaltige Entwicklung” gibt Auskunft zu den Hintergründen der UNESCO-Aktion und zur Auszeichnung Freiburgs (Video, 4:56 Min.):

Die Internetplattform unesco heute online führte anlässlich der Auszeichnung ein Interview mit Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, in dem sie auch Auskunft zu weiteren Bildungsvorhaben der Stadt gibt, wie etwa die Einrichtung des Fonds “Bildung für nachhaltige Entwicklung”.

Ausgezeichnet wurde nicht nur die Stadt Freiburg. Projekte und Bildungsträger aus Freiburg und aus ganz Deutschland nahmen am 16. September im Winterer-Foyer des Stadttheaters eine Urkunde entgegen. Die Stiftung WaldHaus Freiburg e.V. beispielsweise wurde für das Projekt Schulverwaldung ausgezeichnet. Was es mit dem sog. “temporären Entschulungsmodell” mit Freiburger Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe aller Schularten auf sich hat und was das WaldHaus außerdem im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung unternimmt, berichten die Projektverantwortlichen in einem kurzen Interview (Videoclip, 2:31 Min.):

>> Kurzbeschreibung aller Kommune und Dekade – Projekte, die am 16. September 2011 in Freiburg ausgezeichnet wurden

Im folgenden Videoclip (8:52 Min.) haben wir einige Impressionen und Ausschnitte aus den Grußworten von Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon und Bürgermeisterin Gerda Stuchlik festgehalten (Musikbeitrag: Jazz & Rockschulen Freiburg):

In Freiburg werden unterschiedlichste Projekte im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gefördert. Till Meinrenken vom Mundenhof gab uns am Rande der Veranstaltung ein kurzes Interview zum Projekt KonTiKi (Videoclip, 1:24 Min.). Weiterhin gibt Dieter Plappert vom Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) Auskunft zu Hintergründen und Zielen der Projektgruppe “Freiburger Forschungsräume” (Videoclip 1:56 Min.):

Von admin, 14. Juli 2011 ~ 0 Kommentare

Aktionstag – Bildung verbindet!

400 Freiburger/innen sammeln Bildungsperlen, über 40 Bildungsanbieter unter einem Dach

- eine Kooperation innerhalb der Initiative LEIF -

Am Samstag, den 09. Juli 2011 stand in der Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg alles unter dem Motto „Bildung verbindet! – Freiburger Bildungswege von 1-99“.

Bildungswege sind so vielfältig wie die Menschen, die sie gehen. Es gibt unzählige Möglichkeiten: vom spielerischen Forschen in der Kita bis zur Weiterbildung im Ruhestand. An jedem Übergang – sei es von der Kita in die Grundschule, vom Studium in den Beruf oder wenn eine Weiterbildung ansteht – entstehen Fragen: Wer orientiert? Wer berät? Wer unterstützt? Wer begleitet? Wer fördert? Am Aktionstag waren rund 40 Repräsentanten aus Handwerk, Industrie, pädagogischen Einrichtungen, Hochschulen, der Arbeitsagentur und vielen weiteren Trägern und Bildungsinstitutionen vor Ort, um diese Fragen zu beantworten. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Freiburger Oberbürgermeisters Dr. Dieter Salomon.

Um 12.30 Uhr öffneten sich die Pforten für die Bürgerinnen und Bürger – zuvor hatten die Bildungsanbieter Gelegenheit, an einem Festakt teilzunehmen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich ebenfalls einen Überblick über die vielfältigen Bildungsangebote in Freiburg zu verschaffen. Neu dabei: Die Angebote wurden entlang der Lebenslinie präsentiert. So konnte sich die Besucher/innen gezielt nach ihren Bedürfnissen und Interessen informieren, etwa am Übergang Schule-Ausbildung.

Und das Interesse wurde belohnt: an jedem Übergang warteten Perlen auf die Besucher/innen. Bei einem Bummel entlang der Lebenslinie konnten so individuelle Bildungsketten geknüpft werden. Wer eine solche Bildungskette mit mindestens 4 Perlen vorweisen konnte, erhielt ein Tombola-Los und damit die Chance auf eines von zahlreichen Bildungsgeschenken.

Die Veranstaltung ist Teil eines Baden-Württemberg – weiten Aktionstags unter dem Motto „Bildung verbindet“. Im Rahmen des Bundesprogramms „Lernen vor Ort“ beteiligen sich auch Mannheim und der Rems-Murr-Kreis mit Veranstaltungen.

Das Programm, die Liste der beteiligten Institutionen und viele weitere Infos zum Aktionstag finden Sie hier…

Andreas Wegner interviewte Veronika Schönstein, Leiterin der Initiative LEIF, zu den Hintergründen der Veranstaltung (Videolänge: 4:34 Min.):
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Schauen Sie in unser Video zur Eröffnung mit Rednerinnen und Rednern und Impressionen aus der Veranstaltung (6:12 Min.):

Der Aktionstag sollte auch den Anbieterinnen und Anbietern selbst etwas bieten. Sehen Sie dazu folgendes Video (3:16 Min.):

Verantwortliche, Ausstellerinnen und Aussteller, Besucherinnen und Besucher im Gespräch (5:43 Min.):

Der Aktionstag in bunten Bildern und kurzen Interviews mit dem jungen Publikum (2:50 Min.):

Von admin, 01. Juni 2011 ~ 0 Kommentare

3. Netzwerktreffen Bildung und Migration

Am 19.05.2011 fand das dritte Netzwerktreffen Bildung und Migration in der Aula der Weiherhofschule mit über 60 Personen unter dem Motto „Eltern stärken – Übergänge verbessern“ statt.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Ulrich von Kirchbach wurden drei Best-Practice-Beispiele aus Freiburg vorgestellt:

  • Das Projekt „FrauenSTÄRKEN“ bietet einen Rahmen zur persönlichen Orientierung und beruflichen Weiterbildung oder zur Planung des beruflichen Wiedereinstiegs.
  • „Rucksack-Programm“ ist der Titel eines Sprachbildungs- und Förderprogramms für Kindergartenkinder und deren Eltern. Das Konzept basiert auf der Erfahrung, dass eine Sprache leichter erlernt wird, wenn man die sprachlichen Grundlagen der Muttersprache beherrscht.
  • Die Initiative MiKiXX ist ein Verein zur Förderung von begabten Kindern mit Migrationshintergrund in der Grundschule. Ziel ist der gelingende Übergang in weiterführende Schulen.

Für ihren Vortrag “FreiSprachen – Eine Erhebung zur Sprachenvielfalt an Freiburger Grund- und Förderschulen” konnten Katja Schnitzer und Yvonne Decker, Mitarbeiterinnen der Pädagogischen Hochschule Freiburg, gewonnen werden, die die Ergebnisse ihrer gleichnamigen Studie vorstellten.

Danach sprechen 40% der Grundschulkinder und über 50% der Kinder aus Freiburger Förderschulen Deutsch als Zweitsprache und bringen somit bereits Sprachkompetenzen einer anderen Sprache mit. Die Studie stellt vor, welcher Instrumente und Rahmenstrukturen es an Schulen bedarf, um diese individuellen Ressourcen und Fähigkeiten besser einzubeziehen und zu nutzen.

Ein weiteres Highlight des Treffens waren die „Netzwerk – News“: Die Teilnehmenden konnten von den neuen Kooperationen und Initiativen berichten, die sich durch das Netzwerk ergeben haben.

Von admin, 16. Mai 2011 ~ 0 Kommentare

“LEIF-Info” – Elternbroschüre für Freiburg

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen ihrer Kinder ist ein wichtiges Kriterium, wenn es um gelingende Bildungsbiographien geht. Um dieses Miteinander zu unterstützen und die gegenseitigen Erwartungen und Zuständigkeiten noch einmal bewusst zu machen hat die Stadt Freiburg jetzt eine Elternbroschüre veröffentlicht. Am 3. Mai 2011 wurde die Broschüre Fachleuten und MultiplikatorInnen aus dem Bildungsbereich sowie ElternvertreterInnen vorgestellt. Die „LEIF-Info“, wie die Broschüre betitelt ist, soll vor allem von ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen im Dialog mit den Eltern eingesetzt und bei Interesse an die Eltern weitergegeben werden.

Die Broschüre soll vor allem die Zuständigkeiten und Rollen klären – was können Lehrkräfte und ErzieherInnen leisten, was nicht. Was liegt in der Verantwortung der Eltern? Welche Grundlagen können sie ihren Kindern bieten, um sie beim Lernen in Kita und Schule zu unterstützen und sie vorzubereiten auf den weiteren Bildungs- und Lebensweg?
Gemeinsam mit ErzieherInnen, LehrerInnen, Beratungsfachkräften und Eltern hat die Initiative LEIF diesen Leitfaden entwickelt, der nun auf Arabisch, Deutsch, Russisch und Türkisch kostenfrei zur Verfügung steht. Auf den letzten Seiten gibt es Hinweise auf Beratungsstellen für Eltern in Freiburg sowie eine sorgfältig recherchierte Auflistung von Internetseiten zum Thema. Bestellen kann man die Broschüre im LEIF-Büro.

Wie die Broschüre bei den Eltern – vor allem auch solchen mit Migrationshintergrund als wichtige Zielgruppe – angenommen wird, bleibt abzuwarten. Wir haben zu dieser und weiteren Fragen Herrn Cebba, der Elternvertreter im Caritas Kinderhaus Arche Noah im Rieselfeld ist und selbst aus der Türkei stammt, interviewt. Auch Sarah Metz, die Leiterin dieses Kinderhauses, beantwortete uns einige Fragen zur Broschüre, ebenso wie Edgar Bohn, Schulleiter der Anne-Frank-Grundschule und Beate Marini, Vorsitzende der ElternvertreterInnen an der Anne-Frank-Grundschule in Freiburg.

Wir laden Sie herzlich ein, sich hier im Blog mitzuteilen, ihre Meinung zur Broschüre zu äußern oder über konkrete Erfahrungen mit der Broschüre zu berichten.

Von admin, 29. April 2011 ~ 0 Kommentare

Ehrenamt: Freiburger Schulpatinnen und -paten

Ehrenamtliche Schulpatinnen und -paten unterstützen Freiburger Schülerinnen und Schüler beim Übergang in die Berufsausbildung

Jugendlichen gute Übergänge vom Schul- ins Berufsleben zu ermöglichen, ist eine der Herausforderungen in der Freiburger Bildungslandschaft. Bürgerinnen und Bürger die sich ehrenamtlich für Schülerinnen und Schüler einsetzen und sie als Paten in der oftmals schwierigen Phase der Berufsorientierung begleiten, können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Individuell betreuen sie die Jugendlichen beispielsweise bei der Ausbildungsplatzsuche oder beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen. Besonders benachteiligte Jugendliche profitieren von diesem Engagement und dem Know How der Erwachsenen. … Und manchmal auch von deren Kontakten, wie Stadtrechtsdirektor a.D.  Siegfried Jung, der eine Schülerin der Vigelius-Hauptschule in Freiburg als Pate begleitete, in unserem Interview berichtet.

Interview (ca. 10 Min.), LEIF- Mitarbeiterin Clara Maria Kecskeméthy im Gespräch mit Siegfried Jung, Stadtrechtsdirektor a.D., zum Freiburger Schulpatenprojekt:

Die weitere Finanzierung des Schulpatenprojekts (kurz: SchuPs), das federführend von der Fördergesellschaft der Handwerkskammer Freiburg geleitet wird, soll in den nächsten Wochen geklärt werden. Die Stadt sitzt künftig mit dem Büro für Migration und Integration mit im Boot.

Von admin, 06. April 2011 ~ 0 Kommentare

Konferenz zum 2. Freiburger Bildungsbericht

Weniger Sitzenbleiben, Defizite in Kinderbetreuung

Impressionen aus der Veranstaltung (Videoclips mit Interviews weiter unten):

Am 30. März 2011 wurde der zweite Freiburger Bildungsbericht vor einem geladenen Fachpublikum im Historischen Kaufhaus präsentiert. Fertig gestellt und veröffentlicht wurde dieser schon Ende letzten Jahres vom regionalen Bildungsbüro in Zusammenarbeit mit dem LEIF- Team. Die vierte Freiburger Bildungskonferenz  bot den Wirtschafts- und Bildungsexperten sowie weiteren geladenen Vertreterinnen und Vertretern der Freiburger Bildungslandschaft (z.B. Gesamtelternbeirat) die Möglichkeit, sich zu den Ergebnissen auszutauschen und sich hinsichtlich einer weiteren Bildungsberichterstattung einzubringen. Neben dem Gewinn den ein solcher Bericht für die Stadt und deren weitere Bildungsplanung darstellt, wurden auch Schwächen benannt, die nur durch eine verstärkte Beteiligung der einzelnen Institutionen und Einrichtungen bei zukünftigen Bildungsberichten gelingen kann.  Klar ist aber auch, dass nicht die Zahlen und Statistiken an sich zählen, sondern die Schlussfolgerungen auf Tendenzen und daraus resultierende Handlungsbedarfe für die Bildungsregion die diese zulassen. Prof. Dr. Hans Döbert vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF, Berlin), der den Bildungsbericht wissenschaftlich betreut, gab Auskunft über solche Tendenzen in Freiburg, aber keine Empfehlungen. Es liegt bei der Stadt, die richtigen Schlüsse aus dem Bericht zu ziehen, die seit dem ersten Bildungsbericht verbesserten Dinge (z.B. weniger Jugendliche ohne Schulabschluss) zu verstetigen und noch bestehende Probleme weiter anzugehen (z.B. Bildungsgerechtigkeit). Freiburg hat mit der Initiative LEIF und der Bildungsregion gute Voraussetzungen geschaffen, um den Menschen vor Ort gelingende Bildungsbiographien zu ermöglichen.

In den folgenden Videos geben Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz Interviews zum Bildungsbericht und zu der Frage, was dieser für ihren jeweiligen Bereich bedeutet (Kita, berufliche Bildung…). Andreas Wegner interviewte für uns ua. Prof. Dr. Hans Döbert, der den Bildungsbericht wissenschaftlich betreut. Wo sieht er die spezifischen Merkmale der Freiburger regionalen Bildungslandschaft?… Rolf Wiedenbauer, Leiter des regionalen Bildungsbüros und federführend verantwortlich für den Bericht, zieht Bilanz: Was hat sich seit der ersten statistischen Erhebung 2008 in der Region getan? Wo bestehen Stärken, Schwächen, Chancen und Defizite und welche Strukturen tragen und müssen weiter gefestigt werden?

Badische Zeitung (7.12.2010): “Freiburger Bildungsbericht: Gute Note für die Bildung. Der zweite Freiburger Bildungsbericht zeigt prima Fortschritte auf, benennt aber auch neuen Handlungsbedarf.”